Kommunikation über Kontinente

 
6 Mag ich
1 Sekunde

Nahtlos reihen sich verschiedene Lebensabschnitte aneinander. Freunde kommen und gehen und bleiben doch. Im Zuge der Globalisierung kenne ich mittlerweile Menschen auf der ganzen Welt. Einige habe ich online kennen gelernt, andere bei eigenen Besuchen – und manche sind weg gezogen.

Eigentlich dachte ich immer, dass ich die Weltenbummlerin in meinem Freundeskreis bin. Als Kind war ich jedes Jahr mit meinen Eltern auf Abenteuerurlaub in Europa unterwegs. Mit 17 war ich drei Monate in Frankreich auf der Schule. Direkt nach dem Abi ging’s dann für ein halbes Jahr nach Irland. Und im Studium musste ich die Gelegenheit zu einem Auslandsaufenthalt natürlich auch wieder nutzen und habe 4 Monate Praktikum im Elsass gemacht.

Allerdings haben mir die vielen Auslandsaufenthalte auch gezeigt, wie schön meine Heimat ist. Ich liebe das Reisen noch immer sehr, aber mein Leben ist in Deutschland.

In den letzten zwei Jahren habe ich nun kennen gelernt, wie sich Reiselust für die andere Seite anfühlt – für die Daheimgebliebenen. Dublin, Neuseeland, Australien, Paris. Die Welt bietet so viele schöne Wohnorte. Dabei bedeutet eine Auswanderung oder ein längerer Auslandsaufenthalt heute zum großen Glück keine „Funkstille“ mehr. Die kommunikativen Mittel sind zahlreich, günstig und (meistens) schnell.

Meine häufigsten Fern-Kommunikationsmittel im Überblick

Das Einfachste: Chat übers Smartphone
Das Schönste: Der Brief (ja, ich schreibe noch analog! Und es gibt nichts Schöneres, als seitenweise mit krakeliger Handschrift beschriebenes Papier aus dem Briefkasten zu holen!)
Das Realste: Videochat
Das Innovativste: Audionachrichten

Fern-Kommunikationsmittel

Während Skype und Co leider sehr stark auf eine hervorragende Internetverbindung angewiesen sind (die es vor allem bei Herumreisenden oft nicht gibt), ist das Tippen von langen Nachrichten in Whatsapp, Threema und Telegram oft mühselig. Interessant ist die Möglichkeit, Audio-Nachrichten zu verschicken, die der Empfänger sich dann in Ruhe anhören kann. Allerdings ist es wie bei jeder asynchronen Kommunikation mühselig, auf einzelne Inhalte zu reagieren.

Wie sind eure Erfahrungen mit Fern-Kommunikation? Mir ist zum Beispiel auch aufgefallen, dass das Telefon gar nicht mehr relevant ist – zumindest wenn es um privaten Austausch geht. Ist das bei euch ähnlich?

Corinna Günther

Ich bin eine sprachbegeisterte Hobby-Fotografin mit Liebe zum Detail. Seit der Lektüre von Pascal Merciers "Nachtzug nach Lissabon" verliebt in die Philosophie, möchte ich das Leben im Alltag mit mehr Achtsamkeit beobachten, genießen und verknüpfen.

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