Freitagsfazit Woche 09

 
6 Mag ich
1 Sekunde

Bonjour tout le monde! Nach zwei Wochen gibt es wieder ein Freitagsfazit zu lesen – wöchentlich schaffe ich einfach nicht und so lohnt sich ein Bericht sowieso viel eher.

Über die Hälfte meines Praktikums ist schon vorbei und knapp 50 Tage verbleiben noch. Die Zeit verging jetzt schon ziemlich schnell und ich merke, dass ich eigentlich noch so viel sehen möchte – was allerdings ohne Auto keine leichte Aufgabe ist.

Arbeit

So langsam geht die Urlaubszeit vorbei und die Menschen kehren nach und nach an ihre Arbeitsplätze zurück. In meiner Redaktion war ich bisher fast die ganze Zeit nur zu zweit, ab sofort sind wir wohl wieder teilweise zu dritt.  Ich habe neben der Gesellschaftsseite immer mehr aktuelle Nachrichtenartikel bearbeitet und so einige Foto-Seiten zusammengestellt. Und auch immer mehr kurze DVD-Rezensionen werde ich schreiben.

Ich merke auch, wie ich beim lesen in meiner Freizeit auch plötzlich auf die richtigen Worttrennungen achte oder Texte an meinem Laptop ranzoomen möchte. Vor allem aber kann ich inzwischen viel mehr beim politischen und gesellschaftlichen Tagesgeschehen mitreden – auch wenn ich mehr über die französischen Debatten mitbekomme als über die deutschen.

Uni

Der größte Anteil meiner universitären Aufgaben ist endlich erledigt, eingetütet und abgeschickt! Ab sofort stehen mir meine Wochenenden zur (fast) freien Verfügung, ein tolles Gefühl. Das Wintersemester rückt allerdings auch näher und mit ihm die Bachelorarbeit. So langsam sollte ich mir wohl konkretere Themenideen überlegen…

Freizeit

Der schönste Teil: Am vergangenen Wochenende war mein Freund wieder hier und gemeinsam mit großartigem Hochsommerwetter waren wir die meiste Zeit unterwegs, das schöne Elsass – und die andere Seite des Rheins erkunden. Inzwischen ist es allerdings um gefühlte 20 Grad abgekühlt und ich musste seit langem mal wieder Jacke und Stiefel anziehen.

Ein Highlight war der Ausflug nach Colmar, das wir eigentlich schon im Frühjahr als Ziel auserkoren hatten. Wie Strasbourg ist die Stadt sehr schön, aber auch sehr touristisch. Immerhin konnten wir uns Salat und Flammkuchen leisten. Das einzige Blöde an diesem Ausflug: Wieder hatte ich meine Canon daheim vergessen. Ich benutze sie hier so selten, dass ich gar nicht mehr daran denke.

Außerdem war ich diese Woche mal wieder zum „Soirée tarte flambée“ bei meinen Vermietern eingeladen. Der Abend war sehr schön und lustig, da ein Teil der (etwa 10) Anwesenden nur Holländisch gesprochen hat. Ich liebe es, wenn verschiedene Sprachen und Kulturen aufeinander treffen! Und die niederländische Sprache allein ist schon unterhaltsam genug, da muss ich gar nicht so viel vom Inhalt verstehen.

Erasmus

Nach zig ausgefüllten, unterschriebenen und verschickten Formularen rückt der Zuschuss so langsam doch in greifbare Nähe. Noch ein Dokument fehlt, dann müsste es doch eigentlich endlich klappen. Mein Chef hat schon für die nächste Praktikantin die gleichen Blätter ausgefüllt – im Gegensatz zu mir wird sie es auch noch vor Praktikumsbeginn schaffen, alles einzureichen. Was musste ich auch ausgerechnet während der Umbruchszeit ins Ausland gehen…

Frankreich/Mulhouse

Dieses Wochenende werde ich mal bei dem einheimischen Fest (l’oignon doré – die güldene Zwiebel) vorbeischauen und ein Stück Zwiebelkuchen ergattern. Mein kulinarisches Highlight bleibt weiterhin das Sushi-to-go, das ich mir alle ein bis zwei Wochen gönne. Ansonsten war ich das letzte Wochenende ja außerhalb von Mulhouse unterwegs. Beim Flammkuchen-Abend kam die Diskussion auf, welche Eigenschaften den jeweiligen Nationalitäten zugeschrieben werden. Bei den Niederlanden waren das: Tulpen, Drogen, hübsche Mädchen und Käse. Bei Franzosen wohl Baguette, Baskenmütze, Froschschenkel und Arroganz. Und bei Deutschen? Seltsamerweise wurde mir gesagt, dass die Deutschen lockerer seien als die Franzosen. Also DAS hab ich wirklich zum ersten Mal gehört.

Corinna Günther

Ich bin eine sprachbegeisterte Hobby-Fotografin mit Liebe zum Detail. Seit der Lektüre von Pascal Merciers "Nachtzug nach Lissabon" verliebt in die Philosophie, möchte ich das Leben im Alltag mit mehr Achtsamkeit beobachten, genießen und verknüpfen.

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