Leben in Frankreich: Pro und Contra

 
4 Mag ich
1 Sekunde

Jetzt bin ich doch schon eine Weile wieder zurück in der Heimat, aber noch nicht zu einem neuen/letzten Blogeintrag gekommen. Der Abschied war sehr liebevoll ich habe viel positives Feedback bekommen. Das Highlight war auf jeden Fall ein letzter Abend mit meinen großartigen Vermieterinnen, die nicht nur mich, sondern auch meinen lieben Freund und die neue Praktikantin auf ein köstliches Abendessen ausgeführt haben.

Eigentlich hatte ich auch noch so viele Ideen und Themen, über die ich schreiben wollte – jetzt begnüge ich mich mit den wichtigsten Punkten. Das ist einmal eine kleine Pro/Contra-Liste zum Leben in Frankreich und des Weiteren eine Zusammenstellung von elsässischen Straßenschildern, die ich im Laufe meiner 16 Wochen so fotografiert habe. Letzteres werde ich in den nächsten Wochen noch hochladen.

Jetzt hat die Uni wieder begonnen und auch meiner Arbeit beim ZDF Fernsehfilm werde ich jetzt wieder einmal pro Woche nachgehen. Eine lustige Nachwirkung meines Praktikums: Beim Tippen an einer PC-Tastatur habe ich mich an die französische Tastenbelegung gewöhnt. Allerdings nur an PCs! Da ich auch im Elsass abends am deutschen Laptop geschrieben habe, hat sich meine Hand gemerkt, nur an externen Tastaturen umzuschalten. Ein wie ich finde interessantes Lern-Phänomen.

In Frankreich (vorübergehend) zu leben, hat seine guten und seine schlechten Seiten. Und manches ist einfach anders als in Deutschland.

Vorteile

  • Radiowerbung stört mich nicht. Wenn im Büro sich Leute laut unterhalten – stört mich nicht. Ich kann französische Stimmen einfach als Hintergrundgeräusche  ausblenden, wenn ich mich nicht darauf konzentriere.
  • Praktikantenvergütung ist hier staatlich reguliert. Yay! Reich werde ich zwar nicht, aber besser als viele deutsche Medien-Hospitanzen, wo man oft für Null Euro Vollzeit arbeitet.
  • Im Radio werden nicht nur Staus und Blitzer gemeldet, sondern auch, wo es den günstigsten Treibstoff gibt!

Nachteile

  • Subway und Macdonalds schrecken mich in Deutschland schon ab. Nicht nur, weil die Angebote nicht so meins sind, sondern auch, weil es so viele Kombinationsmöglichkeiten zu geben scheint und ich mich einfach nicht mehr auskenne (bin wohl auch zu selten Kunde). In Frankreich kann ich das dann gleich vergessen.
  • Straßen überqueren macht keinen Spaß. Zebrastreifen sind oft nur Deko und häufig zusätzlich mit einer Ampel ausgestattet. Aber selbst mit grüner Ampel habe ich schon Autos über den Zebrastreifen brettern sehen.

Einfach  anders

  • Es gibt keine Kuchengabeln!
  • Nach jeder Werbung (egal, in welchem Medium), die Lust auf Ungesundes machen soll, kommt eine kurze Werbung – ähnlich unserer Zigarettenpackung- oder Gewinnspielwarnung. Und das nicht nur nach dem Spot für Bier, sondern für so gut wie jedes essbare Produkt. Denn wer macht schon Werbung für Obst und Gemüse? Meistens sind es doch Schokoriegel oder Fertigprodukte.
  • Die Titelankündigungen der Radio-Moderatoren bei englischen Liedern sind gleichzeitig unterhaltsam und … seltsam.

Corinna Günther

Ich bin eine sprachbegeisterte Hobby-Fotografin mit Liebe zum Detail. Seit der Lektüre von Pascal Merciers "Nachtzug nach Lissabon" verliebt in die Philosophie, möchte ich das Leben im Alltag mit mehr Achtsamkeit beobachten, genießen und verknüpfen.

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